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Alle GebetszeitenAlle Zeiten

Alle Zeiten

Was Sie im Gebetsraum sehen

Gebetsraum der Moschee mit Markierungen: 1 Mihrap, 2 Minber, 3 Namenstafeln, 4 Gebetsteppich1234
Gebetsraum mit türkisem Teppich und beleuchteter goldener Koranschrift an der Wand
An der Wand des Gebetsraums„Wende dein Gesicht in Richtung der heiligen Moschee.“ – Koran 2:144, der Vers zur Gebetsrichtung, der Kıble.
Türen zum Gebetsraum mit goldenen Gittern und arabischer Inschrift, daneben Garderobenhaken
Über den Türen zum Gebetsraum„Tretet ein in Frieden und Sicherheit.“ – Koran 15:46; so werden im Koran die Bewohner des Paradieses begrüßt. Daneben die Haken für Jacken – die Schuhe bleiben draußen.

Im Gebetsraum

Cami

türkisch · arabisch ǧāmiʿ

Türkisch für Moschee – genauer für eine Moschee, in der das Freitagsgebet stattfindet. Das Wort bedeutet „die Versammelnde“. Ein kleiner Gebetsraum ohne Freitagsgebet heißt Mescit.

Mihrap

türkisch · arabisch miḥrāb

Die Nische in der Wand, die die Gebetsrichtung nach Mekka anzeigt. Beim gemeinsamen Gebet steht der Imam davor, der das Gebet leitet. In unserer Moschee ist sie golden gefasst.

Minber

türkisch · arabisch minbar

Die Kanzel mit der langen Treppe neben dem Mihrap. Von hier hält der Imam die Predigt beim Freitagsgebet und an Festtagen.

Levha (Namenstafeln)

türkisch · Kalligrafie-Tafel

Runde Tafeln mit Namen in arabischer Schönschrift (Hat). In vielen türkischen Moscheen stehen dort Allah und der Prophet Muhammad. Dazu kommen die ersten vier Kalifen Ebu Bekir, Ömer, Osman und Ali sowie die Enkel des Propheten, Hasan und Hüseyin.

Kürsü

türkisch

Ein erhöhter Sitz oder ein Pult, von dem aus der Imam Vorträge und Unterricht hält – anders als die Freitagspredigt, die vom Minber gehalten wird.

Kıble

türkisch · arabisch qibla

Die Gebetsrichtung zur Kaaba in Mekka. Von Hamburg aus liegt sie etwa im Südosten. Der ganze Raum ist auf sie ausgerichtet.

Gebetsteppich

türkisch seccade (der einzelne Gebetsteppich)

Beim Gebet berühren Stirn, Hände und Knie den Boden. Der Teppich wird deshalb nur ohne Schuhe betreten. Seine Streifen zeigen die Reihen, in denen man Schulter an Schulter betet; die Reihen heißen saf.

Menschen

Imam

arabisch imām

Leitet das gemeinsame Gebet, hält Predigten und Unterricht und ist Ansprechpartner für religiöse Fragen und Seelsorge.

Müezzin

türkisch · arabisch muʾaḏḏin

Ruft zum Gebet (Ezan) und unterstützt den Imam beim gemeinsamen Gebet.

Cemaat

türkisch · arabisch ǧamāʿa

Die Gemeinschaft der Betenden – und das gemeinsame Gebet selbst. In unserer Moschee beginnt es zu den Zeiten im Gebetskalender, das Morgengebet eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang.

Gebet

Namaz

türkisch · arabisch ṣalāt

Das rituelle Gebet, fünfmal am Tag. Es folgt einer festen Abfolge aus Stehen, Verbeugen, Niederwerfen und Sitzen.

Ezan

türkisch · arabisch aḏān

Der Gebetsruf auf Arabisch, der zu jedem der fünf Gebete einlädt.

Abdest

türkisch · arabisch wuḍūʾ

Die rituelle Waschung vor dem Gebet: Hände, Mund, Nase, Gesicht, Arme und Füße werden gewaschen, über den Kopf streicht man mit nassen Händen. Moscheen haben dafür eigene Waschräume.

Cuma namazı

türkisch

Das Freitagsgebet: das gemeinsame Mittagsgebet am Freitag mit Predigt – das wichtigste gemeinsame Gebet der Woche.

Hutbe

türkisch · arabisch ḫuṭba

Die Predigt beim Freitagsgebet und an Festtagen. Der Imam hält sie vom Minber aus.

Tesbih

türkisch

Eine Gebetskette, meist mit 33 oder 99 Perlen, mit der man Lobpreisungen Gottes zählt.

Jahr und Feste

Ramadan (Ramazan)

türkisch · arabisch ramaḍān

Der Fastenmonat: Von der Morgendämmerung bis Sonnenuntergang wird nicht gegessen und getrunken. Weil der islamische Kalender dem Mond folgt, beginnt er jedes Jahr etwa elf Tage früher.

Sahur, İmsak, İftar

türkisch

Sahur ist die Mahlzeit vor der Morgendämmerung, mit İmsak beginnt das Fasten, mit İftar bei Sonnenuntergang wird es gebrochen – oft gemeinsam in der Moschee.

Bayram

türkisch

Festtag. Die zwei großen Feste sind das Ramadanfest (Ramazan Bayramı) am Ende des Fastenmonats und das Opferfest (Kurban Bayramı).

Kandil

türkisch

Fünf besondere Nächte im islamischen Jahr, zum Beispiel die Nacht der Geburt des Propheten Muhammad (Mevlid Kandili). Der Name kommt von den Öllampen, mit denen Moscheen in diesen Nächten beleuchtet wurden.

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