An den einen Gott
Gott ist einer und hat keinen Teilhaber. Er hat alles erschaffen, Er ist gerecht und barmherzig.
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Islam ist ein arabisches Wort und bedeutet Hingabe an den einen Gott. Es ist verwandt mit salām, Frieden. Muslim oder Muslimin ist, wer sich Gott anvertraut.
Die Offenbarung des Korans an den Propheten Muhammad begann im 7. Jahrhundert in Mekka. Muslime verstehen den Islam nicht als neue Religion, sondern als den Glauben an den einen Gott, den schon Abraham, Mose und Jesus verkündet haben. Mit Judentum und Christentum teilt er viele Propheten und Erzählungen. Allah ist das arabische Wort für Gott; auch arabischsprachige Christen beten zu Allah.
Der Glaube ruht auf sechs Grundsätzen.
Gott ist einer und hat keinen Teilhaber. Er hat alles erschaffen, Er ist gerecht und barmherzig.
Engel sind Geschöpfe Gottes. Der bekannteste ist Gabriel (türkisch Cebrail), der den Propheten die Offenbarung überbrachte.
Gott hat den Menschen immer wieder Schriften gesandt: die Thora, die Psalmen, das Evangelium und zuletzt den Koran.
Von Adam über Abraham, Mose und Jesus bis zu Muhammad, dem letzten Propheten – alle riefen zum Glauben an den einen Gott auf.
Das Leben endet nicht mit dem Tod. Jeder Mensch wird einmal für sein Tun Rechenschaft ablegen.
Nichts geschieht ohne Gottes Wissen und Willen. Für sein Handeln bleibt der Mensch dennoch selbst verantwortlich.
Fünf Pflichten bilden das Fundament des Islam. Jede stärkt die Beziehung zu Gott – und den Blick für andere Menschen.
Şehadet
„Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Gott, und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Gesandter ist.“ Wer diesen Satz aus Überzeugung spricht, ist Muslim.
Namaz
Fünfmal am Tag zu festen Zeiten, nach der rituellen Waschung und in Richtung Mekka.
Zu den GebetszeitenOruç
Im Monat Ramadan essen und trinken Muslime von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang nichts. Wer krank oder auf Reisen ist, darf das Fasten verschieben und holt es später nach. Kinder sind noch nicht verpflichtet, ebenso Menschen, denen das Fasten schaden würde.
Zekât
Wer genug besitzt, gibt jedes Jahr einen Teil davon – 2,5 Prozent seines Vermögens oberhalb einer Mindestgrenze – vor allem an Menschen in Not.
Hac
Einmal im Leben nach Mekka, wenn Gesundheit und Geld es erlauben. Während der Pilgerfahrt feiern Muslime weltweit das Opferfest (Kurban Bayramı).

Für Muslime ist der Koran Gottes Wort. Er wurde dem Propheten Muhammad über 23 Jahre offenbart und hat 114 Kapitel, die Suren. Gelesen und rezitiert wird er auf Arabisch; Übersetzungen geben seine Bedeutung wieder.
Auch bei uns steht ein Koranvers an der Wand des Gebetsraums. Was er bedeutet, erklärt das Moschee-Lexikon.
Zum LexikonMuhammad wurde um 570 in Mekka geboren. Mit etwa 40 Jahren empfing er die erste Offenbarung. Muslime sehen in ihm den letzten Propheten und ein Vorbild für das eigene Leben – angebetet wird allein Gott. Wenn sie seinen Namen nennen, sprechen Muslime den Segenswunsch „Gott segne ihn und schenke ihm Frieden“ (sallallâhu aleyhi ve sellem).
Der Glaube zeigt sich vor allem im Umgang mit anderen: in Ehrlichkeit, Geduld und Hilfsbereitschaft, in Barmherzigkeit gegenüber Mensch und Tier. Muslime essen kein Schweinefleisch und trinken keinen Alkohol; erlaubte Speisen heißen helal (arabisch halal). Die zwei großen Feste im Jahr sind das Ramadanfest am Ende des Fastenmonats und das Opferfest.
Zum Weiterlesen: „Der Islam – eine Weltreligion“ auf igmg.org


